Über Quetschventile

Quetschventile werden überall dort als Absperrorgan eingesetzt, wo …

  • ein freier Durchgang ohne Widerstände erforderlich ist,
  • das Durchflussgut verschmutzt ist bzw. Grobteile enthält,
  • das Durchflussgut zur Verkrustung oder Verklebung neigt
  • Explosionsgefahr besteht.

Sie werden zum Absperren von Druck- und Saugleitungen, zum Zusammenfahren oder Verteilen von Flüssigkeiten und Gasen sowie bei der pneumatischer Förderung (z.B. als günstiger Ersatz von Rohrweichen), oder als Behälterverschluss eingesetzt.

gussmuffe

Quetschventile schließen unter folgenden Bedingungen auch dann Leitungen strömungsdicht ab, wenn der Abschluss während der Strömung stattfindet:

  • Wenn das Durchflussgut nicht größer als 200 µ ist (zum Beispiel bei der pneumatischen Förderung von Mehl).
  • Wenn das Durchflussgut aus einer Mischung  von Grob- und Kleinteilen besteht. Sind die Grobteile nur unwesentlich  größer als 200 µ, dann kann der Anteil dieser Grobteile 50% und mehr betragen. Sind die Grobteile  jedoch zum Beispiel 5mm groß, dann sollte der Anteil der Grobteile 10 – 20 % nicht überschreiten.
  • Wenn zwischen den Grobteilen genügend Platz übrig bleibt, um den zusammengedrückten Schlauch dicht abzuschließen, zum Beispiel bei der pneumatischen Förderung von Granulaten.

Quetschventile schließen dagegen nicht luftdicht ab, wenn dieses als Behälterverschluss während des Durchlaufs geschlossen werden soll und das Durchflussgut nur aus Grobteilen besteht.